Wunderbare Feuerwerksfotos

1. Standpunkt: Nur wer freie Sicht hat, kann auch genügend Lichteffekte einsammeln ohne störenden Vordergrund. Am besten eine etwas höhere Position suchen in oberen Stockwerken am offenen Fenster. Fahrt ruhig dazu aus der Stadt heraus. Nicht durch Fensterscheiben hindurch fotografieren. Natürlich brauchen wir ein Stativ dazu!
2. Achtung: Raketennebel kann sehr schnell zum Fotokiller werden. Etwas Abstand zu den nächsten Feuerwerksschützen ist sehr von Vorteil. Eventuell Windrichtung beachten, nicht dass der Nebel direkt auf Euch zu treibt.
3. Kamera: Als erstes einmal die Kamera auf M schalten. Idealerweise über die Bulb-Auslösung der Kamera arbeiten. Dann könnt Ihr den Verschluss solange offen lassen wie ihr wollt, bis Ihr genügend Raketen eingefangen habt oder es auch mal eher abbrechen. Wer keinen Fernauslöser zur Verfügung hat, geht über lange Verschlusszeiten von 10-20 Sekunden an der Kamera, je nach Menge der zu erwartenden Raketen oder was an Umgebungslichtern noch auf dem Bild ist. Zu lange Zeiten unbedingt vermeiden, damit sich die Lichter von vielen Raketen nicht im Bild überlagern.
4. ISO und Blende: Ich empfehle mit Blende 10 und ISO 100 zu starten und an den ersten Raketen Probebilder zu machen. Je nach Entfernung zum Feuerwerk notfalls mit der Blende die Helligkeit variieren. Veränderung der Zeiten verändern nicht die Helligkeit der Raketen sondern nur die Anzahl der Raketen die ins Bild kommen! Also Helligkeitskorrekturen über die Blende oder ISO machen.
5. Autofokus: Autofokus gleich ganz ausschalten und manuell auf „Unendlich“ fokussieren.
6. Bildstabilisator beim Arbeiten mit Stativ ausschalten.
7. Bildformat: JPEG ist okay, aber für Nachbearbeitungen, Farbveränderungen etc. ist der RAW-Fotograf natürlich wieder einmal im Vorteil.
  Quellen: Brenner und Fotoshop Roman Schmidt